Sommerkleider einmotten und überwintern

Auch wenn die letzten warmen Sonnenstrahlen neckisch die Nase kitzeln, so ist der Sommer doch definitiv vorbei, wie uns der dichte Nebel am Morgen und die frischen Temperaturen in der Nacht beweisen. Die Sommerkleider werden wieder für ein paar Monate nur den Kleiderschrank sehen. Damit sie gut über die Wintermonate kommen und auch in der nächsten Sommersaison wieder die Trägerin zum Strahlen bringen, hier die ultimativen Tipps zur richtigen Winteraufbewahrung.

Vor dem Einmotten: Ausmisten und entsorgen

Vielleicht kennen Sie das? Da hängen Sommerkleider Saison um Saison im Schrank und werden einfach nie getragen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um ihnen Adieu zu sagen, denn auch der nächste Sommer geht bestimmt ohne sie vorbei. Zu enge Kleider, Kleider, deren Schnitt nicht mehr gefällt oder vielleicht total aus der Mode gekommen ist, Kleider mit größeren Beschädigungen und argen Flecken treten ihre letzte Reise an – Entweder zum Altkleidercontainer oder auf die Online-Plattformen zum Verkauf gebrauchter Kleidung. Natürlich können Sie die intakten und sauberen Stücke, die nur nicht mehr gefallen, auch verschenken. Hauptsache, diese Kleider nehmen keinen wertvollen Platz mehr weg.

Kleider übewintern: Waschen und Reinigen

Alle Sommerkleider sollten vor dem endgültigen Verstauen noch einmal gewaschen werden, selbst wenn diese seit der letzten Wäsche nicht mehr getragen wurden. Was nicht in der Maschine gewaschen werden kann, wird in die Reinigung gebracht und kommt frisch und fertig gebügelt wieder zurück. Bügeln ist ein gutes Stichwort für Kleider, die mit Falten und zerknittert nicht unbedingt stylisch aussehen, es sei denn, es handelt sich um entsprechende Modelle. Die Reinigung ist wichtig, erstens der Hygiene wegen und zum anderen als Schutz vor etwaigem Mottenbefall. Denn die Tierchen, die sich gerne von Textilfasern ernähren, werden von Körpergerüchen und Verunreinigungen magisch angezogen.

Auf Unversehrtheit, fehlerhafte Stellen, Beschädigungen prüfen

Manchmal geht es heiß her – Sei es auf der Party, im Business oder es passiert ein Malheur. Auch Materialqualitäten halten nicht immer das, was sie versprechen. Prüfen Sie die Sommerkleider auf Löcher, Risse, Beschädigungen und bessern Sie diese, vorausgesetzt Sie sind im Nähen begabt, aus. Ansonsten hilft die Änderungsschneiderei vor Ort, die Sommerkleider wieder in einen perfekten Zustand zu versetzen. Diese Vorgehensweise hat ganz praktische Gründe: Es wird schneller Sommer als gedacht und wenn Sie dann Ihr Lieblingskleid aus dem Schrank nehmen und nach dem Anziehen feststellen, da ist ja ein größeres Loch, dann heißt es wieder ausziehen, ein anderes Kleid anziehen und die fehlerhafte Stelle später ausbessern. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben. Deshalb machen Sie es gleich jetzt.

Einmotten: Empfindliche und hochwertige Sommerkleider einpacken

Für das teure Designerkleid aus Duchesse-Seide oder das luftige Abendkleid mit Pailletten haben sich Kleiderhüllen aus Kunststoff bewährt. Hierin können die empfindlichen Kleider auf einem Bügel optimal geschützt verstaut werden. Die Hüllen lassen sich mit einem Reißverschluss luftdicht schließen. So kommen auch keine ungebetenen Mottengäste an die hochwertigen Modelle.

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Ob Sie sich für die transparenten oder farbigen Exemplare entscheiden, ist nicht nur eine Geschmacksfrage, sondern hängt auch von Kleiderfarbe, Stoffqualität und Aufbewahrungsort ab. Nahezu jeder farblich behandelte Stoff bleicht durch Lichteinwirkung aus. Wie stark der aufhellende Effekt ist, richtet sich nach Stoffqualität sowie Intensität und Dauer der Lichteinwirkung.

Im Kleiderschrank aufbewahrt ist dieser Aspekt zwar zu vernachlässigen, wenn Sie jedoch einen begehbaren Kleiderschrank, der von Tageslicht durchflutet wird, mit Kleiderstangen und ohne Schiebetüren haben, kommt dem Lichteinfall eine bedeutende Rolle zu. Denn die Kleider hängen hier nicht absolut lichtgeschützt und können so bei längerer Lichteinwirkung durchaus an den prägnanten Stellen aufhellen. In diesem Fall sind schwarze oder farbige Schutzhüllen die bessere Wahl.

Abgrenzung der Sommerkleider zu den übrigen Kleidern

Ob normaler Kleiderschrank oder begehbarer Kleiderschrank – Zweckmäßig ist es, wenn Sie die Sommerkleider von den übrigen Kleidern trennen. Das kann im Kleiderschrank so aussehen, dass die Sommerkleider auf der rechten Seite der Kleiderstange hängen, die übrigen Kleider für Übergang und Winter auf der linken Seite. Im begehbaren Kleiderschrank können Sie den Stauraum von Anfang an entsprechend der Saison aufteilen. So haben Sie den besten Überblick und müssen nicht hin und herschieben oder gar Hüllen öffnen, um das richtige Kleid zu finden.

Kleider wegpacken: Bis zum nächsten Sommer – oder Winter

Wenn Sie diese Tipps, die zwar ein wenig Aufwand bedeuten, zu Herzen nehmen, dann können Sie in der nächsten Sommersaison gleich aus dem Vollen schöpfen. Alles ist sauber und intakt, ohne Ausbleichungen und unangenehmen Mottenbiss. Es wird jedoch empfohlen, aufgrund der längeren Verweildauer im Schrank, die Kleider vor dem Tragen noch einmal bei niedriger Temperatur zu waschen. Die professionelle Reinigung ist jedoch nicht erneut erforderlich.

Das Gleiche gilt übrigens für die Winterkleider und darüber hinaus für alle saisonabhängigen Kleidungsstücke. So haben Sie lange Freude an den schönen Stücken und lagern diese bis zum nächsten Tragen optimal. Für Shirts und Pullover, die gefaltet werden können, finden sich ebenfalls passende Aufbewahrungshüllen.